Goethe Films: Die Heimkehr - Leben nach dem Terror

Präsentiert vom Goethe-Institut Toronto

Empörung, Hass, Exzess - Ausstieg? Was zieht oder treibt Menschen an die radikalen Ränder der Gesellschaft, was kann sie herausholen? 

In einer Ära des globalen Autoritarismus, in der extremistische Bewegungen eine bunte Schar von Anhängern anziehen - männlich, weiblich, politisch, religiös, opportunistisch - was kann getan werden, um den Verlockungen der Rattenfänger entgegenzuwirken und ehemalige Fanatiker wieder in die Zivilgesellschaft zu integrieren? 
 
GOETHE FILMS bietet im Rahmen des diesjährigen TIFF einen aktuellen Spielfilm und zwei Dokumentarfilme, jeweils mit Einführung der Filmemacher*innen und Expert*innen, sowie eine Liste von weiteren Filmempfehlungen zum Thema. 

 

„Die Heimkehr - Leben nach dem Terror“ (Deutschland, 2020, 75 Min.)

Dokumentarfilm, Regie: Mariam Noori & Lisa Maria Hagen, mit Meral Keskin, Oliver N., Wolfgang Blaschitz, Ismail Özen-Otto, Clemens Desero u.a.
 
 

Bonusmaterial: Kommentar der Filmemacher
 
Es war das, was ihr Bruder wollte - einen Märtyrertod. Meral Keskin erhält eine Sprachnachricht, die ihr mitteilt, dass ihr kleiner Bruder Ferhat, ein Kämpfer für ISIS, gestorben ist. Doch sie ist überzeugt, dass der Junge aus Hamburg noch lebt und wieder nach Hause kommen wird. Die Nachrichten und Bilder, die ihr Bruder nach Hause schickte, bevor er den Kontakt abbrach, helfen ihr bei der Suche nach Antworten. Eines davon zeigt eine Gruppe von schwer bewaffneten deutschen ISIS-Kämpfern vor einem Jeep. Fast alle auf dem Bild sind tot oder werden vermisst. Nur Oliver ist zurückgekehrt, ein Kriegsveteran im Alter von nur 21 Jahren, mit 19 Schrapnellsplittern im Körper und blind auf einem Auge. Auch er hat keine Antworten oder Erklärungen für sein Handeln, ebenso wenig wie Ferhat. Oliver sucht einen Weg zurück in die Gesellschaft, navigiert zwischen Scham- und Schuldgefühlen - so wie tausende andere junge Europäer, die mit der letzten Rückkehrerwelle in ihre Heimatländer kamen.

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"The Renegades – A Long Way Home" (Germany, 2020, 75 min.)

documentary directed by Mariam Noori & Lisa Maria Hagen, starring Meral Keskin, Oliver N., Wolfgang Blaschitz, Ismail Özen-Otto, Clemens Desero and others
 

 
Bonus material: Commentary by the filmmakers
 
It was what her brother wanted – a martyr’s death. Meral Keskin gets a voice message informing her that her little brother Ferhat, a fighter for ISIS, has died. Yet she is convinced that the boy from Hamburg is still alive and will come back home. The messages and pictures her brother sent home before he broke off contact assist her in her search for answers. One of them shows a group of heavily armed German ISIS fighters in front of a Jeep. Almost everyone in the picture is dead or missing. Only Oliver has returned, a war veteran at just 21 years old, with 19 shrapnel fragments in his body and blind in one eye. He also has no answers or explanations for his actions, nor Ferhat’s. Oliver seeks a pathway back into society, navigating between feelings of shame and guilt – just like thousands of other young Europeans who came back to their home countries with the last wave of returnees.

 

 

Event Location: 
Online
Event Date and Time: 
Wednesday, March 3, 2021 - 23:00 to Friday, March 5, 2021 - 23:00

Upcoming Events

Wed, 03/03/2021 - 23:00 to Fri, 05/03/2021 - 23:00
Sun, 07/03/2021 - 23:00 to Tue, 09/03/2021 - 23:00
Wed, 10/03/2021 - 23:00 to Fri, 12/03/2021 - 23:00
Wed, 17/03/2021 - 18:00 to 20:00